Kinder-Club – Eltera-Bericht Nr. 1/2020

„Kinder-Club“ nennen wir die pädagogischen Unterstützungszentren für Dorfkinder. Wir haben zwei Kinder-Clubs in Brasov und zwei in Buzau. Die Kinder erhalten eine warme Mahlzeit, Hilfe bei den Hausaufgaben oder werden im Lesen und Schreiben unterrichtet.

            

Wir organisieren auch Aktivitäten, die ihnen helfen, ihre Fähigkeiten spielerisch zu entwickeln. Durch dieses Programm versuchen wir, ein familiäres Umfeld zu ersetzen, in dem die Eltern abwesend sind oder ihre Kinder vernachlässigen. 

           

Nachdem die Schulen ihre Aktivitäten eingestellt hatten, mussten wir auch die Bildungsprogramme einstellen. Wir besuchten die Kinder zu Hause, gaben ihnen Lesebücher, Hygieneprodukte, Medikamente und Lebensmittel. 

           

Da sie ihre Häuser nicht verlassen konnten, konnten die meisten Eltern ihre Kinder nicht einmal mit Essen versorgen.

     

Selbst wenn die Situation zu Hause vorher schwierig war, konnten die Kinder im Kinder-Club eine warme Mahlzeit einnehmen.

                             

Landwirtschaftsprogramm – Eltera-Bericht Nr. 1/2020

Für diese Familien, die in Gefahr sind, schufen wir ein Landwirtschaftsprogramm und begannen mit dem Pflanzenanbau. Wir pflanzten einen Gemüsegarten, ein Kartoffelfeld und bauten ein Gewächshaus. 

       

       

Die Leute, die an dem Projekt beteiligt sind, haben alles gegraben und gepflanzt und bewässern nun den Garten und halten ihn frei von Unkraut. Sie gehen jeden Tag in den Garten. Jeden Dienstag erhalten sie einen Beutel mit Lebensmitteln, Waschmittel und Seife. Freitags sitzen wir auf dem Rasen und sprechen über die Woche und machen Pläne für die kommende Woche. Eines der besondersten Dinge, die wir mit unserem Team gemacht haben, ist, dass wir Geburtstage gefeiert haben. Und für jede Person, die wir gemeinsam gefeiert haben, war es der erste Kuchen, die ersten Kerzen, die erste Gelegenheit, sich etwas zu wünschen. Ja, auch arme Menschen haben Wünsche. 

              

       

Es gibt zwei ältere Damen in unserem Team. Sie ziehen ihre Enkelkinder allein auf. In ihrer Gemeinschaft sind die Großmütter Mütter für alle. Sie haben unter anderen Umständen gelebt und ein Verantwortungsgefühl entwickelt, ein Gefühl, das ihren Kindern zu fehlen scheint. So haben sie die Sorge für die ganze Familie auf sich genommen. 

       

       

Caty Roos

Sommercamp – Eltera-Bericht Nr. 2/2019

Sobald die Schule zu Ende war, brachten wir sie ins Camp. Es war ihr erstes Lager, und die Freude, die sie hatten, lässt sich nur schwer beschreiben. Jedes Kind hatte sein eigenes Bett, und jedes Zimmer hatte ein Badezimmer. Keines unserer Kinder hat diesen Komfort zu Hause. 

Wir servierten drei Mahlzeiten pro Tag und mindestens einen Snack. Das Essen wurde von wunderbaren Menschen zubereitet, die einen Tag lang Zigeuner- und Bauernkindern dienten. Wir hatten Manager, Ingenieure, Leute in hohen Positionen, die bereit waren, mit Liebe köstliche Mahlzeiten für unsere Kinder zuzubereiten, mit Liebe und Knoblauch, viel Knoblauch. 

Unsere Freiwilligen kamen von den Firmen CRH, DSSMITH und DEXION und waren bereit, mit den Kleinen zu spielen. Sie alle brachten Bücher, ein Lächeln und Umarmungen mit.

CRH-Tag mit Monica und Dan Nitu, Amalia Popescu, Denisa Hanco und Ibolya Stroie.

DSSmith-Tag mit Remus Craciun, Chefkoch Mugur Tureschi und Sous-Chef Ion Jantovan.

Dexion-Tag mit Alice Stanescu, Georgeta Gridan, Claudia Dobre, Dan Dita und Marian Ionita.

 

Caty Roos

Stall-Kinder – Eltera-Bericht Nr. 2/2019

Wir fanden die Kinder in einem kleinen Raum, der an den Stall angebaut war. Sie hatten zwei Betten und einen Holzofen. Ihre Kleidung wurde in Kisten aufbewahrt. Fünf kleine Kinder und ihre Eltern leben in diesem Zuhause.

Die Schule liegt eine Schlammstraße von zu Hause entfernt, ihre Kleider tragen den Geruch von Tieren und Rauch, und ihre ungewaschenen Hände halten sich auf dem Weg zur Schule und unter den Tischen gegenseitig fest. Sie haben keine Hefte und Stifte, also sitzen sie einfach hinten in der Klasse und versuchen, so leise und unbemerkt wie möglich zu sein. Und sie scheinen sehr lange Zeit unbemerkt geblieben zu sein.  

Jeden Morgen eilt ihre Mutter zu den Tieren hinaus. Sie hat keine Zeit und kein Essen, um mit den Kindern zu frühstücken. Sie werden allein gelassen, und die Älteren helfen den Jüngeren, sich vorzubereiten. Sie machen sich zu jeder Zeit auf den Weg zur Schule. Sie wissen nicht, wie spät es ist. Es gibt keine Uhr an der Wand, und wenn es eine gäbe, wüssten sie nicht, wie sie zu lesen ist. 

Sie kennen auch nicht die Wochentage. Sie wissen, dass die Woche vorbei ist, wenn der Lehrer sagt: „Morgen keine Schule!“

Wie sollen wir helfen? Was sollen wir ihnen geben? Dieses Jahr haben wir beschlossen, ihnen etwas über Würde beizubringen. Wir wollten sie wissen lassen, dass sie etwas Besonderes sind, und wir feierten mit ihnen zum allerersten Mal ihren Geburtstag. 

Wir zeigten ihnen, wie sie sich um ihr Dorf kümmern und es reinigen können, indem sie den Müll aufsammeln. Wir haben ihnen beigebracht, dass wir alle für ein Leben in Würde arbeiten müssen.

Jeder kann etwas für sich selbst und für andere tun. 

Die Kinder lernen immer noch lesen und schreiben. Wir tun dies während des Programms nach der Schule, wo die Kinder auch eine warme Mahlzeit erhalten. Jeden Mittwoch und Freitag essen wir gemeinsam zu Mittag. Jeder trägt seinen Teil dazu bei: Ionut und Alin verteilen die Kisten mit Essen. Denisa legt vor jedes Kind eine Serviette, Maria kommt hinterher und legt das Besteck ein. Remus und Silviu stellen die Tassen und zwei Scheiben Brot hin. Wir sprechen ein Gebet und danken, denn wir wissen, dass jeder Tag, den wir leben, und alles, was wir haben, ein Geschenk ist. Und dann genießen wir unser Essen. Wenn wir fertig sind, spült Gabi das Besteck und die Tassen und Andra wäscht sie mit klarem Wasser ab. Danach trocknet Florina sie zusammen mit den anderen Kindern, die gerne helfen, ab.

Kurz nach dem Mittagessen nehmen die Kinder an ihrem Schreibtisch Platz und freuen sich immer, eine neue Lektion zu beginnen. Wir lernen die Buchstaben und lernen, wie man sie benutzt. Die Freude ist groß, wenn wir ein Wort zusammensetzen, und noch größer, wenn ein ganzer Satz gebildet wird. 

Wir möchten ein pädagogisches Unterstützungszentrum schaffen, das jeden Tag für die Kinder in Fiser geöffnet wird.

Wir sind so stolz auf diese Kinder!

 

Caty Roos

ElteraMed – Eltera-Bericht Nr. 1/2019

Während der kalten Zeit haben wir ein medizinisches Team zusammengestellt und waren in zwei Dörfern in der Region Brasov – Maierus und Arini – unterwegs. Dort boten wir 52 Kindern, zwischen 8 Monaten und 15 Jahren alt, medizinische Beratung und Behandlung.

Unsere Ärzte zeigten viel Sorgfalt und Einsatz gegenüber den kleinen Patienten. Alle sind einen langen Weg gelaufen, um zu uns zu kommen. Viele von ihnen hatten schlimme Erkältungen und einige hatten auch andere gesundheitliche Probleme, weshalb sie in Zukunft mehr Unterstützung benötigen.

Wir hatten eine Mal-und-Spielecke für die Kinder, die warteten, für die Eltern hatten wir Tee und Kekse. Nach der Untersuchung gab es Spielsachen, Mützen, Handschuhe und Socken für die Kinder.

Als ein Resultat dieser „Wanderklinik“ boten andere Ärzte aus Brasov ihre Mithilfe bei zukünftigen medizinischen Projekten an. Wir würden gern in verschiedene Orte gehen, in denen es keine Arztpraxen gibt, und wo die Eltern sich keine medizinische Behandlung für ihre Kinder leisten können.

Unsere Freiwilligen waren großartig. Immer mit einem Lächeln auf den Lippen hörten sie den Kindern zu und gaben ihnen gute Ratschläge.

Luca (9 Jahre alt) ist einer der Patienten, die wir in Maierus antrafen. Eines Tages würde er gern in die Schule gehen. Er benötigt Operationen an beiden Augen, und wir haben bereits einen Arzt gefunden, der dazu unentgeltlich bereit wäre.

Alle diese Kinder leben in großer Armut. Die Meisten gehen nicht zur Schule, die Kleinen sind nicht im Kindergarten angemeldet.

Sara ist ein Teenager aus Arini. Sie würde gerne in die Schule gehen, aber hat in der achten Klasse aufgehört. In der Schule war sie das einzige Mädchen aus ihrem Dorf. Alle anderen sind bereits ausgestiegen, also hat sie sich dazu entschieden, zu Hause zu bleiben und mit ihrer Mutter auf die kleinen Geschwister aufzupassen. Sie traf uns in der Klinik und meinte, dass sie ihre Ausbildung fortsetzen will, auch wenn sie die einzige aus ihrem Dorf sein wird. In der Zukunft will sie unserem medizinischen Team helfen.

Als wir in Maierus waren, kamen Mütter aus dem Dorf, um unsere Ärzte zu sprechen. Sie hatten ihre kleinen Kinder auf dem Arm. Einige von ihnen hatten hohes Fieber.

Wir haben diese Medizinkampagne gestartet, um medizinischen Problemen vorzubeugen, zu helfen, und die soziale Situation auszuloten. Wir arbeiten derzeit daran, ein größeres medizinisches Team zusammenzustellen. Außerdem wollen wir Bildungs-Unterstützungs-Zentren eröffnen und den Kindern in dieser Hinsicht helfen. Wir wollen, dass alle Kinder aus Maierus und Arini im September zur Schule gehen.

Bleiben Sie gesund,

Caty Roos

Die Sommerschule – Eltera-Bericht Nr. 2/2018

Die Sommerschule ist eine Bildungsveranstaltung in den Sommerferien und Teil der Aktion Ein Bleistift für Rumänien. Das ist die Definition.

In Wirklichkeit stehen wir früh auf und rufen uns gegenseitig an, um sicher zu gehen, dass wir alle rechtzeitig fertig sind. Wir verlassen Braşov spätestens um 8 Uhr morgens, denn um 10 Uhr warten schon alle Kinder aus dem Dorf Fiser auf uns.


Wir rennen durch den Laden, kaufen 40 Jogurts und 40 Kekspackungen als Snacks. Während der Autofahrt planen wir den Tagesablauf. Wer von uns wird die jüngste Gruppe übernehmen, wer macht die Unterrichtseinheit über Geometrie, wie lange dauern die Lektionen und bloß nicht vergessen, alle Laufzettel abzustempeln.


Als wir ankommen, strahlen uns viele fröhliche Gesichter an. Wie könnte man das verpassen?


An einem Tag regnete es heftig. Das hat die Kinder nicht davon abgehalten, zu uns zu kommen. Alle waren zwar nass, aber da.

Ein Mädchen sagte zu uns: „Das waren die allerbesten Sommerferien!“


Wir haben Fiser ausgesucht, weil wir dort eine fünfköpfige Familie kennen, die wir schon einige Jahre unterstützen. Außerdem haben wir eine Partnerschaft mit der örtlichen Schule, um den Kindern dabei zu helfen, regelmäßig zur Schule zu gehen.


Die Sommerferien sind sehr lang, wenn man nichts zu tun hat. Also gingen wir für einen Monat zu den Kindern und versuchten, ihnen auf spielerischen Wegen Neues beizubringen. Alle Kinder aus dem Dorf machten mit.

Diese Aktion hieß „Ferien-Pass”. Jedes Kind füllte einen Pass aus. Nach jeder Aktivität bekamen sie einen Stempel auf eine Seite, insgesamt vier am Tag. Und am Ende konnten die Kinder mit einem vollen Pass mit uns einen Tagesausflug zum Zoo in Braşov unternehmen.

Die Kinder machten Chemieversuche mit Teresa. Peter brachte ihnen Mathe bei, indem sie Spiele machten. Alex zeigte ihnen, wie man geometrische Formen zeichnet und erkennt. Matthias erklärte ihnen Rhythmen aus der Musik. Daniel und Christa redeten mit ihnen über Gehorsam, Glaube und Verzeihen.


Ich war die Ziege. Die Ziege, die zwei ihrer Kinder verlor (ein rumänisches Märchen). Ich erzählte den Kindern alles, was mir und meinen Kindern passiert ist. Nach der Geschichte haben die Kinder „Zeugenaussagen“ darüber gemacht. Die Frage lautete „Was ist passiert“, und die Antworten waren die erste Rhetorikübung der Kinder.

Wir brachten ihnen Dinge über Länder, Reisepässe und Städte bei, und sie brachten uns Dinge über ihr Dorf bei.

In unserer Kindergruppe fanden wir einige mit traurigen Augen, manche wurden von einem ihrer Elternteile aufgegeben, die meisten waren sehr, sehr arm, aber alle hatten sie Herzen, die voll Hoffnung sind.


Ende Juli stiegen wir dann mit allen Kindern in den Bus und fuhren zum Zoo in Braşov. Einige einsame „Großeltern” aus dem Altenheim in Fiser begleiteten uns bei diesem Ausflug.


Wir bekamen freien Eintritt in den Zoo. Besonderen Dank an Horia Nistor und Alin Pinzaru, den Vorstand des Zoos. Delaco stellte alle Milchprodukte für die belegten Brote.


Nun haben die Kinder einen anderen Glanz in den Augen, etwas mehr Freude. Und jedes Mal, wenn sie uns sehen, haben sie ein Gesicht voller Begeisterung. Sie wissen, dass wir gute Absichten haben. Wir werden sie während dem nächsten Schuljahr wieder besuchen. Du hast sieben Monate Zeit, darüber nachzudenken. Im Mai werden wir unser Team für die Sommerschule 2019 zusammenstellen und wir wollen Dich als Teil unseres Teams.


Und das ist eine ernste Sache. Deine Aufgaben sind:

  1. Früh aufstehen, auch wenn du im Urlaub bist.
  2. Zu uns kommen und den Kindern etwas Nützliches und Interessantes lehren.
  3. Eine Illustration, Geschichte oder Aktivität für Deine Unterrichtseinheit vorbereiten

Wenn du nicht als Lehrer begabt bist, kannst du trotzdem mithelfen:

  1. Zwischenmahlzeiten servieren.
  2. Wassermelonen aufschneiden.
  3. Brote für den Ausflug belegen.

Und falls Du keine Zeit hast, um hier mitzuhelfen (irgendjemand muss ja arbeiten), kannst Du Geld für Materialien und Aktivitäten spenden, erwähne im Betreff, dass es für die Sommerschule ist.


Wir schätzen und pflegen das Recht der Kinder auf Entwicklung. Vielen Dank, dass Du uns dabei hilfst!

Das Eltera-Team

von Caty Roos – Chef 🙂

Büroeröffnung

Als wir unser Büro in Ghimbav eröffneten, stellten wir unsere Projekte vor. Wir wollen Kinder in Schwierigkeiten unterstützen und in ihre Entwicklung investieren. Unsere Freundlichkeit und  Geschenke könnten der einzige Unterricht in Großzügigkeit sein, den diese Kinder je erhalten werden.

Eltera ist ein Buch, und wir, die Freiwilligen, schreiben jeden Tag eine neue Seite. Die meisten unserer Kinder können noch nicht lesen, aber wir hoffen, dass sie unser Beispiel verstehen können.

Alex ist einer unserer Helfer-Superhelden. Er opfert sehr viel Freizeit und benutzt seine bewundernswerten Fähigkeiten, um den hoffnungslosen Kindern eine Chance zu geben. 

Gäbe es ihn nicht, hätten Bianca und ihre Familie kein neues und gut ausgestattetes Haus.

Alex ist auch in der Schule in Budila tätig. Dort koordiniert er die Aktion „Ein Bleistift für Rumänien“ für die zweite Klasse, wo Gabi auch Schüler ist.

Amalia und Andreea haben wichtige Aufgaben in einem internationalen Unternehmen. Bei uns ziehen sie sich Arbeitskleidung an und nehmen jede Herausforderung in die Hand: ob Stühle neu bespannen, Möbel zusammen bauen oder Räume einrichten.

Claudiu ist auf der Arbeit der Vorgesetzte. Aber wenn er mit uns arbeitet, setzt er sich mit den Kindern auf den Boden und zeigt ihnen, wie aus den Holzteilen ein Bett oder ein Kleiderschrank entsteht.

Wir versuchen jeden Tag, Stein für Stein, die kaputte Zukunft von Kindern wieder aufzubauen.

Elfriede + Erich Roos

Româna:
Elfriede și Erich Roos au sărbătorit împlinirea vârstei de 60 de ani. Au hotărât, cu generozitate, să ofere cadourile în bani primite din partea prietenilor, pentru cărămizi la casa Biancăi. 

English:
Elfriede and Erich Roos turned 60 this year and decided to generously donate their money gifts to us. So, what they got from their friends, they spent on bricks for our home.

Deutsch:
Elfriede und Erich Roos feierten dieses Jahr ihren 60. Geburtstag und spendeten ihre Geldgeschenke großzügigerweise an uns. Was sie von ihren Freunden bekommen haben, gaben sie also für Bausteine für unser Haus aus.

 

Ein Bleistift für Rumänien – Eltera-Bericht Nr. 1/2018

Die Kindern aus den Dörfern rund um Kronstadt (Braşov) haben Probleme, regelmäßig zur Schule zu kommen. In den Schulen, die wir besucht haben, haben wir erfahren, dass nur die Hälfte der angemeldeten Kinder zur Schule kommen. Leider gibt es auch Kinder, die nie angemeldet wurden.

Während einer unserer Besuche hatte es 20 Grad unter Null. Einige Kinder waren zuhause, weil sie krank waren. Andere hatten keine Winterschuhe oder -kleidung, darum blieben auch sie zuhause. Am Abend vorher haben wir Töpfe, Zitronen, Honig und Teebeutel eingepackt und, als wir dort waren, an die Kinder verteilt.

In den Klassen belohnten wir die Kinder, die regelmäßig zur Schule erschienen, mit Büchern und Schulsachen.

Daraufhin besuchten wir die Kinder, die nicht in der Schule waren, und redeten mit ihren Eltern.

Adela und ihre Geschwister waren an diesem Tag zuhause. Sie bleiben oftmals der Schule fern, weil ihre Mutter nie in der Schule war und es für sie schwierig ist, die Kinder morgens für die Schule fertig zu machen. Die Mutter beginnt früh am Morgen mit der Arbeit auf dem Bauernhof und lässt die Kinder den Unterricht verschlafen.

Für Kinder wie diese haben wir die Aktion „Ein Bleistift für Rumänien“ ins Leben gerufen. Hiermit wollen wir Kindern helfen, regelmäßig die Schule zu besuchen.

Wir stellen Schuhe, Kleidung, Schulranzen und Utensilien.

Zudem arbeiten wir mit den Lehrern zusammen.

Mit zwei Schulen aus der Region Braşov haben wir bereits Partnerschaften aufgebaut und wir hoffen, dass wir die Aktion in der nahen Zukunft ausbauen können.

Caty Roos
Vorsitzende der Eltera-Stiftung